Bilanz

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Statistik

Insgesamt wurde auf dieser Reise ohne Fußwege und Fahrten mit dem städtischen ÖPNV eine Strecke von 1.328 Kilometern zurückgelegt, davon 1.090 km mit dem Zug, 154 km mit der Stadtbahn (der Einfachheit wegen egal ob EBO / ESBO oder BOStrab) und 84 km mit dem Bus. Bis auf einen Kilometer in der französischen Grenzstadt Sarreguemines war ich dabei ausschließlich in Deutschland und dort auch ausschließlich in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Saarland und (ein wenig) Hessen unterwegs. Die Gesamt-Fahrzeit beträgt 24 Stunden und 45 Minuten. Daraus ergibt sich eine mittlere Fahrgeschwindigkeit von 54 km/h. Es sei dazu erwähnt, dass insbesondere die Stadtbahnen den Schnitt nach unten ziehen. Die meisten RE-Züge schaffen es dagegen problemlos auf über 70 km/h. Der schnellste Zug der Reise war auch zugleich der einzige genutzte Fernzug: Der IC 2012 an Tag 1 von Bingen nach Koblenz kommt im Schnitt auf 104 km/h. Die Reise bestand überwiegend aus kurzen Abschnitten, sodass der RE 11 von Koblenz nach Trier an Tag 2 die längste Fahrt in Bezug auf die Streckenlänge (112 km) sowie die Fahrzeit (1 Stunde und 24 Minuten) darstellt. Von 43 Fahrten waren 38 nach der 5:59-Minuten-Definition der DB pünktlich und 5 verspätet, allerdings nie um mehr als 15 Minuten. Trotzdem wurde an Tag 3 ein Anschluss verpasst, da die verspätete RB 66 aus Lauterecken den Taktknoten Kaiserslautern zur halben Stunde nicht erreicht hat. Keine der geplanten Fahrten war ausgefallen. Die Stichprobe erreicht somit eine Pünktlichkeit von 88,4 % und eine Zuverlässigkeit von 100 %. Da als Fahrkarte ein ohnehin für die tägliche Pendelstrecke zur Arbeit vorhandenes Deutschland-Ticket genutzt wurde, war nur für den IC an Tag 1 ein separater Fahrschein (genauer ein Flexpreis 2. Klasse mit BC50-Rabatt für 13 €) erforderlich. Alle anderen Fahrten waren im Deutschland-Ticket enthalten. Trotzdem berechne ich für den Fall, dass ein Deutschland-Ticket explizit für diese Reise erforderlich gewesen wäre, nominell eine Monatsrate in Höhe von 58 € hier mit ein. In Summe wurden so für alle Fahrten theoretisch 71 € gezahlt. Daraus ergibt sich im Mittel ein Fahrpreis von 5,3 Cent pro Kilometer. So günstig war ich auf noch keiner Reise unterwegs (wenn auch in der 2. Klasse)!

Fazit

Besonders gut gefallen haben mir auf dieser Reise:

  • die Entdeckung der Schönheit der eigenen Region, sowohl an bekannten als auch an für mich neuen Orten,
  • die Entscheidung, trotz der kurzen Wege an den Tageszielen eine Übernachtung einzulegen und damit abends vor Ort zu entspannen :),
  • die Möglichkeit, die Region (fast) mit nur einem preiswerten Fahrschein ohne Tarifstudium niederschwellig zu bereisen,
  • die trotz Deutschland-Ticket meist eher geringe bis mäßige Auslastung der Fahrzeuge,
  • die Berg- und Seilbahnen, die oft zu spektakulären Ausblicken führen,
  • darüber hinaus die Aussicht vom Rotenfels auf das Nahetal und vom Jungfernsprung auf das Dahner Felsenland,
  • die Völklinger Hütte, denn der Besuch hat mir aufgezeigt, dass mein Schulwissen nur wenigen Jahren nach dem Abschluss bereits beträchtliche Lücken aufweist…
  • der TRI-Ersatzzug zwischen Stuttgart und Heilbronn 😉

Insgesamt war die Reise eine schöne Erfahrung, die alte Erinnerungen wieder erweckt und neue geschaffen hat. Natürlich zieht es mich auch weiter in die Ferne – trotzdem hat die Heimat-Runde gezeigt, dass auch die Gegend um den eigenen Kirchturm durchaus sehenswert ist. Besonders positiv ist nach der Reise auch mein Eindruck vom Deutschland-Ticket. Nie war es einfacher, in Deutschland mit dem Nahverkehr zu reisen. Statt aufwändig ein Sammelsurium an Einzel- und Tageskarten so zusammen zu stellen, dass alle geplanten Fahrten damit – bestenfalls noch möglichst kostengünstig – abgedeckt sind, heißt es mit dem Deutschland-Ticket einfach einsteigen und losfahren! Der hohen Auslastung auf den „Fernverkehrsrelationen“ des Deutschland-Tickets bin ich fast über die gesamte Reise kaum begegnet. Meist waren die Züge leer oder maximal mäßig besetzt. Dazu trägt einmal bei, dass ich als Tourist oft entgegen der Lastrichtung unterwegs war. Andererseits sind die Nebenstrecken und langsameren Linien ohnehin schwächer besetzt als die langlaufenden RE auf den Hauptstrecken. Insofern beweist die Reise, dass auch mit dem Deutschland-Ticket entspannte und komfortable Touren mit dem Öffentlichen Verkehr möglich sind 😉

Vielen Dank für Ihr Interesse 🙂