Tag 2 / 6

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Der zweite Tag der Reise führt uns entlang des Alpen-Hauptkamms weiter nach Osten durch Österreich. Doch bevor die Reise weitergeht, beginnt der Tag mit einem Stadtrundgang, nachdem wir die Stadt am Vortag nicht mehr bei Tageslicht erreicht hatten.

Bild 2-1: Das Wetter klart am frühen Samstagmorgen in Innsbruck langsam etwas auf.
Bild 2-2: Maria-Theresien-Straße
Bild 2-3: Fußgängerüberweg mit künstlerischer Gestaltung
Bild 2-4: Inn

Am Bahnhof erwartet uns schließlich eine gemischte Garnitur aus CityShuttle- und IC-Reisezugwagen, die als Intercity das Land einmal von Westen nach Osten durchqueren wird.

Bild 2-5: Intercity – auch wenn der Zug aus dieser Perspektive wie eine Regionalbahn anmutet

Der Intercity verbindet in 6 Stunden Innsbruck mit Graz. Wir möchte an diesem Tag dessen gesamte Fahrstrecke bereisen, allerdings nicht in einem Zug. Daher verlassen wir diesen Zug bereits am Zwischenhalt in Zell am See.

Bilder 2-6 und 2-7: österreichische Alpenlandschaft
Bild 2-8: Hinter der breiten Ladetür im ADbmpsz befindet sich ein großzügiger Laderaum, der vom Dienstabteil des Zugchef aus einsehbar ist.
Bild 2-9: Intercity in Zell am See (hier wird die heterogene Zusammenstellung des Wagenparks deutlich)
Bild 2-10: Am Zugschluss hängt ein CityShutte-Steuerwagen zur Beschleunigung des Fahrtrichtungswechsels in Selzthal

Inzwischen kommt die Sonne wieder teilweise zwischen den Wolken hervor.

Bilder 2-11 und 2-12: Zeller See
Bild 2-13: Später zieht ein Gespann aus einer Vectron und einem Taurus einen Güterzug durch den Bahnhof von Zell am See.
Bild 2-14: Zell am See ist außerdem der Endpunkt der schmalspurigen Pinzgauer Lokalbahn.

Nach einer guten Stunde erreicht der Saison-Verstärker nach Wien den Bahnhof von Zell am See und nimmt uns mit nach Bischofshofen. Dort steht ein weiterer Umstieg an. Der Zug ist dem „traditionellen“ Bettenwechsel in den Skigebieten am Samstag entsprechend sehr gut besetzt.

Bild 2-15: Ein zusätzlicher Railjet am Samstag verstärkt den Fernverkehr auf der Salzburg-Tiroler-Bahn in der Sommer- und Wintersaison.
Bild 2-16: stilvolles Design einer Zugtoilette

In Bischofshofen ergibt sich ein einstündiger Umsteigeaufenthalt, bis der nächste Fernzug nach Graz eintreffen wird. Nachdem der Railjet den Bahnhof verlassen hat, fällt unser Blick auf eine weitere interessante Zugkomposition. An Gleis 1 steht ein Nachtzug abgestellt.

Bild 2-17: Der Railjet fährt weiter nach Wien
Bild 2-18: Am Hausbahnsteig bespannt eine 189 die abgestellte Nachtzug-Garnitur,…
2-19 …deren Wagenpark besteht zunächst aus zwei silbernen Schlafwagen der Bauart WLABee…
Bild 2-20: …sowie einigen Liegewagen der Bauart Bvcmz.

Bei der Garnitur handelt es sich um den Alpen-Sylt-Express, der Touristen in der Wintersaison in die Skigebiete befördert. Bis zur Abfahrt des Anschlusszuges bleibt nun noch ausreichend viel Zeit, um sich den Ort etwas genauer anzuschauen.

Bild 2-21: Paul-Außerleitner-Schanze.
Hier entscheidet sich am Dreikönigstag die Gesamtplatzierung der Vierschanzentournee.
Bild 2-22: Wasserfall
Bild 2-23: Panorama oberhalb der Stadt

Zurück am Bahnhof erwarten wir schon bald den EC 217. Normalerweise sollte dieser Zug schon mehrere hundert Kilometer zurückgelegt und dabei u. a. den nächstgelegenen Fernbahnhof in der Heimat, Neustadt an der Weinstraße, bedient haben. Aber an diesem Tag verhindert eine Baustelle den durchgehenden Zuglauf von Saarbrücken bis nach Graz. Die Fahrt wird stattdessen aufgeteilt: Auf dem Abschnitt Saarbrücken – München fährt ein Ersatzzug und der eigentliche EC 217 wird an diesem Tag als österreichischer Binnenzug ab Salzburg Hbf gefahren. Der Zug trifft pünktlich zum Fahrtrichtungswechsel in Bischofshofen ein. Trotz des verkürzten Laufwegs wird die planmäßige DB-Garnitur eingesetzt.

Bild 2-24: DB-Garnitur im Ausland
Bild 2-25: Kurz vor der Abfahrt trifft am Bahnsteig gegenüber ein EC aus Klagenfurt zu einem Korrespondenzhalt ein.

Unser Eurocity bildet im Taktverkehr der ÖBB den Folgetakt zum zuvor ab Innsbruck genutzten Intercity, sodass wir insgesamt zwei Stunden nach der direkten Reisemöglichkeit in Graz ankommen werden.

Bild 2-26: In Schladming kreuzen wir einen weiteren touristischen Verstärkerzug.
Bilder 2-27 und 2-28: weitere Impressionen der österreichischen Alpenlandschaft
Bild 2-29: Künstliche Beschneiung ist aufgrund der zunehmenden Klima-Erwärmung in Österreich inzwischen weit verbreitet.

In Selzthal macht der Zug Kopf und die 101 führt den Zug weiter nach Graz. Die durchgehende Strecke würde von hier aus über die Pyhrnbahn nach Linz führen. Der Verstärkerzug, den wir in Bild 2-26 gesehen haben, kommt aus dieser Richtung. Unser Eurocity zweigt jedoch in Selzthal ab in östlicher Richtung nach Leoben und schließlich Graz.

Bild 2-30: Fahrtrichtungswechsel in Selzthal
Bild 2-31: 1,5 Stunden später erreicht der Zug den Zielbahnhof Graz
Bild 2-32: CD-Railjet mit ÖBB-Taurus

Graz ist die zweigrößte Stadt des Landes und bietet vom mitten in der Innenstadt gelegenen Schlossberg aus einen schönen Rundblick. Allerdings muss dafür zunächst der Aufstieg bewältigt werden. Dafür stehen drei Möglichkeiten zur Auswahl: Eine Bergbahn (die wir auf der Rückfahrt nutzen werden), ein Aufzug und eine Treppe. Unsere Wahl fällt nach der langen Fahrt natürlich auf die Treppe.

Bild 2-33: Treppe zum Schlossberg
Bilder 2-34 und 2-35: Ausblick auf Graz (im Vordergrund von Bild 2-34 ist die Murinsel zu erkennen)
Bild 2-36: Der Abstieg erfolgt mit der Schlossbergbahn. Das moderne Design der Fahrzeuge ermöglicht in der ersten Reihe freie Sicht auf die Strecke.
Bild 2-37: In der Ausweiche kreuzen wir den anderen Wagen
Bild 2-38: Bergbahn in der Talstation

So beeindruckend der Schlossberg von unten und oben auch ist, so hinderlich ist der Berg in Mitten der Stadt natürlich für Fußgänger, die von der einen auf die andere Seite möchten. Daher führt ein steiler Fußgängertunnel durch den Berg.

Bild 2-39: Schlossbergtunnel

Von der anderen Seite des Berges aus gehen wir um diesen herum zurück in die Altstadt und nutzen die Straßenbahn für die Rückfahrt zum Bahnhof.

Bild 2-40: Straßenbahn der Graz Linien auf dem Hauptplatz

Eigentlich könnte der Reisetag an dieser Stelle zu Ende sein, denn Graz hat noch einiges zu bieten, z. B. die in Bild 2-34 erkennbare Murinsel. Der nächste Tag ist allerdings ein Sonntag, an dem ich gerne etwas länger schlafen möchte. Außerdem führt unser Weg bald in Länder mit weniger dichtem Fahrplanangebot, welches die Flexibilität in der Reiseplanung stark einschränkt. Daher haben wir uns dafür entschieden, die nächste Fahrt auch noch an diesem Abend zurückzulegen. Unser endgültiges Tagesziel ist somit nicht Graz, sondern Klagenfurt in Kärnten. Leider wird die Koralmbahn als direkte Bahnverbindung zwischen den beiden Städten erst in einigen Jahren eröffnet. Als Alternative bietet die ÖBB in der Zwischenzeit ein Produkt an, welches die DB ihrerseits vor einiger Zeit eingestellt hat: Den Intercity-Bus!

Bild 2-41: IC-Bus („Der kleine Bruder der Bahn“)

Im 2-Stundentakt verbindet die Buslinie die beiden Städte Graz und Klagenfurt über die Autobahn in planmäßig 2 Stunden mit einem Unterwegshalt in Wolfsberg. Zum Einsatz kommt ein Setra-Doppeldecker der neusten Generation (Setra „Top Class“ S 531 DT). Ähnlich der Eisenbahn wird auch der Fahrgastraum im Bus in zwei Produktklassen gegliedert, wobei sich die 1. Klasse im Unterdeck befindet.

Während der Fahrt wird das Wetter zunehmend schlechter. Trotz der stellenweise heftigen Regenschauer und der entsprechenden Straßenverhältnisse erreichen wir Wolfsberg pünktlich. Im zweiten Streckenabschnitt nach Klagenfurt erweist sich die planmäßige Fahrzeit als großzügig bemessen, denn obwohl sich die „letzte Meile“ von der Autobahn-Anschlussstelle Klagenfurt-Ost bis zum Bahnhof wegen den vielen Ampeln lange hinaus zieht, stehen wir schließlich 10 Minuten vor Plan am Bahnhof.

Bild 2-42: Intercity-Bus nach der Ankunft in Klagenfurt

Damit ist unser Tagesziel nun erreicht und wir können am Folgetag gemütlich bis ca. 7:30 „ausschlafen“.

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