Statistik
Insgesamt wurde auf dieser Reise ohne Fußwege und Fahrten mit dem städtischen ÖPNV eine Strecke von 2.763 Kilometern zurückgelegt, davon 2.323 km mit dem Zug, 433 km mit dem Bus und 7 km mit der Fähre zwischen Muggia und Trieste. Von dieser Strecke entfallen 845 km auf Österreich, 610 km auf Deutschland, 487 km auf Italien, 328 km auf die Schweiz, 272 km auf Slowenien und 221 km auf Kroatien. Die Gesamt-Fahrzeit beträgt 39 Stunden und 10 Minuten. Daraus ergibt sich eine mittlere Fahrgeschwindigkeit von 71 km/h. Die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit erreichte der Frecciarossa zwischen Peschiera und Milano, der ab Brescia ein kurzes Stück Schnellfahrstrecke mit bis zu 250 km/h befährt. Die Reise war insgesamt sehr kleinteilig, sodass ich nie länger als für 3 Stunden (Zugfahrt von Ljubljana nach Rijeka) bzw. 240 km (EC von Bischofshofen nach Graz) in einem Fahrzeug mitgefahren bin. Von 35 Fahrten waren 31 nach der 5:59-Minuten-Definition der DB pünktlich, zwei verspätet (der Schwarzwaldbahn-RE an Tag 1 und der Zug auf Istrien an Tag 4) und zwei ausgefallen (ebenfalls der RE 2 auf dem Teilstück Singen – Radolfzell und der IC in der Schweiz am letzten Tag), wodurch Änderungen in den nachfolgenden Reiseketten notwendig waren. Die Stichprobe erreicht damit eine Pünktlichkeit von 87,8 % und eine Zuverlässigkeit von 93,9 %. In Summe wurden für alle Fahrkarten und Reservierungen 348 € gezahlt. Daraus ergibt sich in Mittel ein Fahrpreis von 12,6 Cent pro Kilometer. Allerdings habe ich für die beiden entstandenen Verspätungen an Tag 1 und 6 ein Ersuchen auf Fahrgastrechte an Eurail gestellt und 4 Wochen nach der Fahrt eine Gutschrift von rund 20 € erhalten.
Fazit
Besonders gut gefallen haben mir auf dieser Reise:
- die vielen Bergseen, denen wir auf der Reise begegnet sind,
- die gemütlichen Bahnfahrten durch die Bergtäler der Alpen,
- der Ausblick, der sich kurz vor Rijeka aus dem Zug auf die Adria eröffnet, nachdem wir 3 Tage lang durch die Berge gefahren waren,
- die historischen Gebäude in den Küstenstädten an der Adria,
- die Fahrt mit der ÖPNV-Fähre von Muggia nach Trieste,
- Venezia ohne Eintrittsgelder und bei schönstem Reisewetter,
- die ungeplante Zugfahrt über die Gotthard-Bergstrecke.
Insgesamt war die Reise trotz der Schwierigkeiten am ersten und letzten Tag eine schöne Erfahrung in teils bislang unbekannten Ländern, die den Besuch definitiv lohnen.
Vielen Dank für Ihr Interesse 🙂